In unregelmäßigen Abständen veröffentlichen wir hier den Interhyp-Zinsbericht von den Entwicklungen auf den Zins- und Baugeldmärkten
Pforzheim, 11. Feb 2026
Die Europäische Zentralbank EZB hatte Mitte 2025 den Leitzins zwar um 0,25 Prozent gesenkt, aber auf die Konditionen für Hypothekendarlehen, die im Wesentlichen von den Kapitalmarktzinsen (Pfandbriefen) beeinflusst werden, hatte dies bis November keinen großen Einfluss. Seit Dezember ziehen die Konditionen wieder an! Für den weiteren Jahresverlauf rechnen die Experten mit seitwärtsbewegenden Zinskonditionen, die aber Schwankungen unterworfen sind. Es sohnt sich also die Hypothekenkonditionen im Blick zu behalten!
Die Bauzinsen haben sich wieder etwas stabilisiert. Ursache sind höhere Kapitalmarktzinsen und eine insgesamt vorsichtigere Haltung der Notenbanken. Kurzfristig bleibt das Zinsumfeld aber volatil, mittelfristig ist jedoch mit einem weiteren leichten Anstieg der Bauzinsen zu rechnen. Für Immobilieninteressierte bietet die momentane Zinssituation noch gute Chancen. Abwarten lohnt sich nicht! Die Kaufpreise liegen noch unter den Höchstständen vom Frühjahr 2022. Jedoch zieht die Nachfrage nach Immobilien aufgrund weiter steigenden Mieten an.
Die EZB dürfte die Zinsen auf absehbare Zeit unverändert lassen, weil die Wirtschaft moderat wachsen und die Inflation sich um das 2-Prozent-Ziel bewegen dürfte. Die erwarteten geldpolitischen Schritte der EZB sind an den Kapitalmärkten bereits eingepreist. Die Bauzinsen dürften sich bis Ende März 2026 weitgehend seitwärts bewegen. Gleichzeitig verhindert ein erhöhtes Renditeniveau bei Bundesanleihen, anhaltend Unsicherheiten sowie die hohe Staatsverschuldung in Europa einen spürbaren Rückgang der langfristigen Zinsen. Größere Zinsbewegungen sind daher kurzfristig nicht zu erwarten.
Die Konditionen liegen für ein Hypothekendarlehen in günstigen Fällen (Stand 11.02.2026) bei:
- 10-jährige Zinsbindung, 3,44% geb. Sollzinssatz, 3,52% eff. Jahreszins*,
- 5-jährige Zinsbindung, 3,24% Sollzinssatz, 3,29% eff. Jahreszins,
*Die Konditionen können auch regional unterschiedlich sowie von weiteren Faktoren abhängig sein.
Die Bauzinsen hängen nicht primär am Leitzins, sondern orientieren sich an der Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe und an der Pfandbrief-Rendite. Vor allem die Rendite der Bundesanleihe wird zwar durch die Geldpolitik mitbestimmt, aber auch durch Geopolitik und Inflationserwartungen – oder davon, wie viele Schulden Deutschland künftig aufnimmt.
Werden die Zinsen steigen, sinken oder gleich bleiben?
Das Trendbarometer beruht auf den Aussagen des Expertenpanels*:
*Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben uns Experten der Allianz, der Commerzbank, der HypoVereinsbank, der ING-DiBa, der Postbank, der MünchenerHyp, der PSD Bank Rhein-Ruhr, der PSD Bank RheinNeckarSaar, der Sparkasse Hannover und der Sparkasse zu Lübeck ihre Einschätzung zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung gegeben. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort fallend, steigend oder gleichbleibend angegeben haben.
Quelle: www.interhyp.de
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