Immobiliendarlehen auf historisch niedrigem Niveau

In unregelmäßigen Abständen veröffentlichen wir hier den Interhyp-Zinsbericht von den Entwicklungen auf den Zins- und Baugeldmärkten

HypothekenzinseZinskommentar, Baugeldbarometer, praesentiert von VERDE Immobilien

Brexit, Konjunkturschwächen, Handelsstreit. EZB hat wenig Spielraum zur weiteren Straffung der Geldpolitik

 

Pforzheim, 12. März 2019

Mit den gefallenen Renditen für die Staatsanleihen sind die ohnehin schon niedrigen Konditionen für Immobiliendarlehen im Februar noch einmal gesunken. Die top Konditionen für zehnjährige Immobilienkredite liegen sogar bei unter einem Prozent. Vielfach sind Darlehen um 1,2 Prozent erhältlich. Kurzfristig erwarten die meisten Experten eher ein gleichbleibend niedriges Niveau, langfristig sieht die Mehrheit nur leichte Steigerungen.

 

Zins- und Marktumfeld

Im Februar haben sich die Anzeichen verdichtet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Rückführung zu einer normalen Geldpolitik nicht so wie geplant vornehmen kann. In der Rhetorik wiesen die Währungshüter zuletzt in geradezu ungewohnter Deutlichkeit auf eine Abschwächung des Wachstums, Konjunktursorgen und die Auswirkungen von Einzelfaktoren, wie dem Brexit oder dem Abgasskandal hin. Mit Blick auf eine Abwärtsspirale sei vielmehr sogar eine Lockerung der Geldpolitik möglich. Viele Experten sehen kaum Signale seitens der Notenbanken für einen Aufwärtstrend bei den Zinsen, viele erwarten in diesem Jahr keine Leitzinserhöhung der EZB mehr.

Fakt ist: Die Inflationsrate im Euroraum ist weiter unter die Zielmarke der EZB von rund zwei Prozent gerutscht. Und neben den konjunkturellen Sorgen in Europa trüben weiterhin Themen wie der Handelskrieg zwischen China und den USA die Stimmung an den Märkten. Auch wenn die Aktienmärkte ihre Talfahrt in den ersten zwei Monaten des Jahres zunächst gestoppt haben und der Dow sogar leicht zulegen konnte, bleiben Investoren verhalten. Vielmehr suchen sie Sicherheit, was an der hohen Nachfrage nach deutschen Staatsanleihen sichtbar wird.

 

Kurz und Knapp: Das sagen die Experten

Kurzfristig sieht die Mehrheit der befragten Experten nach den im Februar stark gesunkenen Zinsen kein Potenzial für weiter nachgebende Konditionen. Die Mehrheit geht von gleichbleibenden Zinsen aus. Langfristig halten viele ein höheres Niveau für wahrscheinlich.

 

Finanzierungsbeispiel:

Die Zehnjahreskonditionen liegen für ein Hypothekendarlehen durchschnittlich bei: 1,28% gebundener Sollzinssatz / 1,29% effektiver Jahreszins* unter Berücksichtigung folgender Annahmen: Nettodarlehensbetrag 200.000 Euro (Kaufpreis der Immobilie 250.000), Tilgung 3% p.a., Laufzeit des Darlehensvertrages 27 Jahre 10 Monate, 10 Jahre Sollzinsbindung, pro Jahr 12 Ratenzahlungen in der Höhe von 713,33 Euro.

*Die Konditionen können auch regional unterschiedlich sowie von weiteren Faktoren abhängig sein.

BAUZINS-TRENDBAROMETER:

Werden die Zinsen steigen, sinken oder gleich bleiben?

Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer beruht auf den Aussagen des Expertenpanels*:                                 

Zinsen: Entwicklung kurzfristig bis langfristig, präsentiert von VERDE Immobilien

*Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben uns Experten der Allianz, der Commerzbank, der HypoVereinsbank, der ING-DiBa, der Postbank, der MünchenerHyp, der PSD Bank Rhein-Ruhr, der PSD Bank RheinNeckarSaar, der Sparkasse Hannover und der Sparkasse zu Lübeck ihre Einschätzung zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung gegeben. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort fallend, steigend oder gleichbleibend angegeben haben.

(grün: fallend, gelb: gleichbleibend, rot: steigend)

Zinsentwicklung Baugeld, Hypothekenzinsen, präsentiert von VERDE Immobilien

Quelle: www.interhyp.de

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