Kreditzinsen haben jetzt ihr Tief erreicht!

In unregelmäßigen Abständen veröffentlichen wir hier den Interhyp-Zinsbericht von den Entwicklungen auf den Zins- und Baugeldmärkten

HypothekenzinseZinskommentar, Baugeldbarometer, praesentiert von VERDE Immobilien

Zinsen für Immobilienkredite haben im Sommer ihr Jahrestief erreicht. Sitzungen der Notenbanken: Keine Impulse in der Geldpolitik

 

Pforzheim, 6. August 2018

Mietfreiheit, Gestaltungsspielräume und Absicherung im Alter - das sind die Vorteile, die laut unserer aktuellen Wohntraumstudie die Mehrheit der Deutschen in der eigenen Immobilie verwirklicht sehen. Und die aktuellen Zahlen zu Mietsteigerungen in deutschen Städten verdeutlichen, welch wichtigen Beitrag selbst genutztes Wohneigentum zur finanziellen Freiheit und Absicherung im Alter leisten kann. Auch wenn die Kaufpreise in den vergangenen Jahren ebenfalls geklettert sind, markiert der Schritt zur eigenen Immobilie einen Scheidepunkt im Leben unserer Kunden. Wenn sich Mieten oder Kaufpreise weiter erhöhen, hat dies ab dem Kaufzeitpunkt primär positive Auswirkungen für Eigentümer. Sie profitieren vom Wertzuwachs, aber die finanzielle Belastung aus dem Kredit ist zeitlich begrenzt und durch die Zinsbindung festgeschrieben.

 

Zins- und Marktumfeld

Diesen Sommer machen Zinsen Ferien. Die Konditionen für zehnjährige Immobilienkredite haben im Juli ihr Jahrestief erreicht und liegen derzeit unter 1,5 Prozent. In den kommenden Wochen werden sie sich eher weiter horizontal bewegen. Impulse von den Notenbanken lassen noch auf sich warten. Bei der jüngsten Sitzung am 26. Juli hat die EZB erwartungsgemäß keine nennenswerten geldpolitischen Neuerungen verkündet. Auch die amerikanische Notenbank Fed hat nicht an der Zinsschraube gedreht. Die Handels- und Zollstreitigkeiten zwischen China, USA und Europa bestehen weiterhin. Daher bleibt es bei der starken Nachfrage nach Bundesanleihen und infolgedessen niedrigen Renditen. Die Inflation in der Eurozone hat im Juni und Juli zwar die Wunschmarke der EZB von 2 Prozent geknackt. Allerdings erwiesen sich vor allem die Energiekosten als Preistreiber, die Kernrate der Inflation lag im Juli nur bei 1,1 Prozent. Dennoch erwarten die meisten der von uns befragten Experten, dass es langfristig auch wieder zu steigenden Leitzinsen kommen wird, mit entsprechenden Auswirkungen auf das allgemeine Zinsniveau – auch für Finanzierungen.

 

Expertenrat

Auch wenn die Kaufpreise vielerorts gestiegen sind, geht die Rechnung Kaufen statt Mieten noch immer in vielen Fällen auf. Wer sich für Kauf oder Bau entscheidet, sollte aber gerade im Zinstief nicht zum erstbesten Kreditangebot greifen. Ein umfassender Zinsvergleich hilft, Kreditkosten zu sparen. Dies gilt umso mehr, wenn die Zinsersparnis direkt in die Tilgung reinvestiert wird. So lässt sich die Schuldenlast schneller abtragen und es fallen insgesamt weniger Zinskosten an. Um die finanzielle Belastung durch das Immobiliendarlehen planen zu können, raten wir bei Interhyp unvermindert zu längeren Zinsbindungen.

 

INTERHYP-BAUZINS-TRENDBAROMETER

Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer beruht auf den Aussagen des Expertenpanels*.

Werden die Zinsen steigen, sinken oder gleich bleiben?

Zinsentwicklung kurzfristig (4 Wochen):

Gleichbleibend: 100%, Fallend: 0%, Steigend: 0%

Zinsentwicklung mittel- bis langfristig (6 Monate bis ein Jahr):

Gleichbleibend: 0%, Fallend: 0%, Steigend: 100%

*Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben uns Experten der Allianz, der Commerzbank, der HypoVereinsbank, der ING-DiBa, der Postbank, der MünchenerHyp, der PSD Bank Rhein-Ruhr, der PSD Bank RheinNeckarSaar, der Sparkasse Hannover und der Sparkasse zu Lübeck ihre Einschätzung zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung gegeben. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort fallend, steigend oder gleichbleibend angegeben haben.

 

Kurz und Knapp: Das sagen die Experten

Die europäische Konjunktur läuft weiterhin ausgezeichnet, allerdings birgt vor allem der globale Handelskonflikt zunehmende Risiken. Der Inflationsdruck bleibt (unter Herausrechnung des Ölpreisanstiegs) sehr gering. So hat die Europäische Zentralbank (EZB) eine erste Zinsanhebung frühestens für den Herbst 2019 in Aussicht gestellt. Kurzfristig dürfte das Renditeniveau unverändert niedrig bleiben, längerfristig sollte die Aussicht auf steigende Leitzinsen das Renditeniveau anheben.

 

Finanzierungsbeispiel:

Die Zehnjahreskonditionen liegen für ein Hypothekendarlehen durchschnittlich bei: 1,44% gebundener Sollzinssatz / 1,45% effektiver Jahreszins unter Berücksichtigung folgender Annahmen: Nettodarlehensbetrag 200.000 Euro (Kaufpreis der Immobilie 250.000), Tilgung 3% p.a., Laufzeit des Verbraucherdarlehensvertrages 27 Jahre 3 Monate, 10 Jahre Sollzinsbindung, pro Jahr 12 Ratenzahlungen in der Höhe von 740,00 Euro.

 

Quelle: www.interhyp.de

 

 

Tendenz:                                                                                         

Kurzfristig (4 Wochen): gleichbleibend

Mittel- bis langfristig: steigend

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