Jahresstart mit niedrigen Zinsen

In unregelmäßigen Abständen veröffentlichen wir hier den Interhyp-Zinsbericht von den Entwicklungen auf den Zins- und Baugeldmärkten

HypothekenzinseZinskommentar, Baugeldbarometer, praesentiert von VERDE Immobilien

Solide Planung als Fundament für das eigene Zuhause. EZB stellt Anleihekäufe ein.

 

Pforzheim, 11. Januar 2019

Die Konditionen für den Immobilienkauf zum Jahresstart sind sehr gut. In den letzten Wochen sind die Zinsen sogar etwas gesunken - für zehnjährige Darlehen unter die 1,5-Prozent-Marke. Allerdings geht die Mehrheit der von uns befragten Experten, auch aufgrund der für das laufende Jahr zu erwartenden Zinspolitik der Notenbanken, von leicht steigenden Konditionen im Jahresverlauf aus. Kurzfristig, also in den nächsten Wochen, sollen die Zinsen aber eher auf niedrigem Niveau verbleiben.

 

Zins- und Marktumfeld

In den vergangenen Jahren hatte Deutschland europaweit eine Sonderrolle eingenommen. Die Wirtschaftsentwicklung war gut, die Bankenlandschaft vergleichsweise stabil und die Arbeitslosenquote niedrig. In der Folge waren und sind deutsche Staatsanleihen bei Investoren gefragt. Da sich die Konditionen für Immobiliendarlehen an der Entwicklung der langfristigen Anleihen orientieren, hat die niedrige Rendite für Staatsanleihen auch die Bauzinsen niedrig gehalten. Aktuelle Unsicherheiten, etwa der Brexit, die US-Handelspolitik und die Entwicklungen in Italien, haben die Nachfrage nach deutschen Staatsanleihen in den letzten Wochen noch verstärkt. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe liegt Anfang Januar nur bei rund 0,20 Prozent.

Die Niedrigzinspolitik und die Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) haben die niedrigen Bauzinsen ebenfalls gestützt. Die Notenbanker haben nun eine langsame Abkehr von der lockeren Geldpolitik eingeleitet und das Ende der Anleiheankäufe beschlossen. Einige Experten erwarten auch eine Leitzinsanhebung in der zweiten Jahreshälfte. Dies könnte zu Impulsen auch für die Bauzinsen führen. Aufgrund weiterhin bestehender Unsicherheiten dürfte ein Zinsanstieg aber nur moderat ausfallen

 

Kurz und Knapp: Das sagen die Experten

Die meisten Experten erwarten in den nächsten Wochen gleichbleibende Zinsen. Im Verlauf von 2019 gehen die meisten Analysten von leicht steigenden Zinsen für Baufinanzierungen aus.

Die leicht inverse Zinskurve in den USA, die Schuldenpolitik Italiens und der Stopp des Nettoliquiditätszuflusses durch die EZB sind auch 2019 Indikatoren für einen Zinsanstieg. Die Erfahrungen von 2018 lehren jedoch, dass die Märkte bei kontinuierlicher Entwicklung nur leichte Zinsanstiege vornehmen.

 

Finanzierungsbeispiel:

Die Zehnjahreskonditionen liegen für ein Hypothekendarlehen durchschnittlich bei: 1,37% gebundener Sollzinssatz / 1,38% effektiver Jahreszins unter Berücksichtigung folgender Annahmen: Nettodarlehensbetrag 200.000 Euro (Kaufpreis der Immobilie 250.000), Tilgung 3% p.a., Laufzeit des Verbraucherdarlehensvertrages 27 Jahre 3 Monate, 10 Jahre Sollzinsbindung, pro Jahr 12 Ratenzahlungen in der Höhe von 728,33 Euro.

BAUZINS-TRENDBAROMETER:

Werden die Zinsen steigen, sinken oder gleich bleiben?

Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer beruht auf den Aussagen des Expertenpanels*:                                 

Entwicklung der Hypothekenzinsen, präsentiert von VERDE Immobilien

*Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben uns Experten der Allianz, der Commerzbank, der HypoVereinsbank, der ING-DiBa, der Postbank, der MünchenerHyp, der PSD Bank Rhein-Ruhr, der PSD Bank RheinNeckarSaar, der Sparkasse Hannover und der Sparkasse zu Lübeck ihre Einschätzung zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung gegeben. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort fallend, steigend oder gleichbleibend angegeben haben.

Zinsentwicklung Baugeld, Hypothekenzinsen, präsentiert von VERDE Immobilien

Quelle: www.interhyp.de

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