Die Hypothekenkonditionen bleiben günstig

In unregelmäßigen Abständen veröffentlichen wir hier den Interhyp-Zinsbericht von den Entwicklungen auf den Zins- und Baugeldmärkten

HypothekenzinseZinskommentar, Baugeldbarometer, praesentiert von VERDE Immobilien

Baugeld bleibt deutlich unter 1 Prozent. Die EZB hat die lockere Geldpolitik bekräftig.

 

Pforzheim, 10. Oktober 2019

Der freie Fall bei den Hypothekenzinsen scheint vorerst gestoppt zu sein. Nachdem die Topkonditionen in den letzten Wochen knapp unter 0,5 Prozent gerutscht waren, gab es Ende letzen Monats einen kleinen Anstieg um knapp 0,1 Prozentpunkte nach oben. Das Zinsniveau bewegt sich insgesamt auf Niveau des Rekordtiefs seitwärts.

Der Sinkflug der Zinsen in den letzten Monaten hatten zuletzt auch Spekulationen über negative Bauzinsen angeheizt. Wir halten negative Zinsen zum jetzigen Zeitpunkt für unwahrscheinlich. Viele Banken haben Mindestzinsen im positiven Bereich festgesetzt. Dass das Zinsniveau zuletzt wieder etwas gestiegen ist, unterstützt die These, dass das Zinsniveau in den nächsten Wochen zwischen rund 0,5 und 1 Prozent für zehnjährige Darlehen verharren wird. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen, die für die Entwicklung des Baugeldes eine wichtige Rolle spielt, befindet sich im negativen Bereich. Die Mehrheit der von uns befragten Experten sieht kurzfristig sowie mittel- bis langfristig ein gleichbleibend niedriges Niveau bei den Bauzinsen.

 

Zins- und Marktumfeld

Wie erwartet hat Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), zum Ende seiner Amtszeit bei der jüngsten EZB-Sitzung am 12. September ein weiteres Maßnahmenbündel verkündet, um Konjunktur und Inflation zu befeuern. Die Währungshüter veränderten den Zinssatz für Strafzinsen von bisher minus 0,4 auf minus 0,5 Prozent und beließen den Leitzins auf 0 Prozent. Zudem verkündete die EZB, ab 1. November für monatlich 20 Milliarden Euro Anleihen zu kaufen – und zwar so lange wie nötig. Gründe für diesen Schritt gibt es mehr als genug. Obwohl die Zentralbanker seit Jahren auf eine Politik des billigen Geldes setzen, bleibt die Inflation weiter hinter den Erwartungen – gerade in wichtigen Volkswirtschaften. Auch in Deutschland stiegen die Verbraucherpreise im September nur um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, so das Statistische Bundesamt in einer voraussichtlichen Schätzung. Der Blick auf die Wirtschafts- und Politikseiten der Zeitungen verbreitet wenig Hoffnung auf Besserung. Seit Monaten vorherrschenden Themen sind Brexit und Handelskrieg. Einige Experten zeichnen entsprechend ein pessimistisches Bild insbesondere der deutschen Konjunktur, die lange als Fels in der Brandung im vom Krisen gezeichneten Europa gegolten hat. Besonders die Probleme der Autoindustrie, die Flaute beim Export, politische Risiken und der Brexit verdunkeln die Stimmung. Kleiner Hoffnungsschimmer für die Konjunktur: Der von GfK monatlich erstellte Konsumklimaindex legte im September erstmals seit mehr als einem halben Jahr wieder zu.

 

Kurz und Knapp: Das sagen die Experten

Die Mehrheit der von uns befragten Experten sieht kurzfristig gleichbleibend niedrige Zinsen. Auch langfristig überwiegt diese Einschätzung.

 

Finanzierungsbeispiel:

Die Zehnjahreskonditionen liegen für ein Hypothekendarlehen durchschnittlich bei: 0,79% gebundener Sollzinssatz / 0,79% effektiver Jahreszins* unter Berücksichtigung folgender Annahmen: Nettodarlehensbetrag 200.000 Euro (Kaufpreis der Immobilie 250.000 Euro), Tilgung 3% p.a., Laufzeit des Darlehensvertrages 29 Jahre 8 Monate, 10 Jahre Sollzinsbindung, pro Jahr 12 Ratenzahlungen in der Höhe von 631,67 Euro.

*Die Konditionen können auch regional unterschiedlich sowie von weiteren Faktoren abhängig sein.

BAUZINS-TRENDBAROMETER:

Werden die Zinsen steigen, sinken oder gleich bleiben?

Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer beruht auf den Aussagen des Expertenpanels*:

(grün: fallend, gelb: gleichbleibend, rot: steigend)                               

Zinsen: Entwicklung kurzfristig bis langfristig, präsentiert von VERDE Immobilien

*Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben uns Experten der Allianz, der Commerzbank, der HypoVereinsbank, der ING-DiBa, der Postbank, der MünchenerHyp, der PSD Bank Rhein-Ruhr, der PSD Bank RheinNeckarSaar, der Sparkasse Hannover und der Sparkasse zu Lübeck ihre Einschätzung zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung gegeben. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort fallend, steigend oder gleichbleibend angegeben haben.

Zinsentwicklung Baugeld, Hypothekenzinsen, präsentiert von VERDE Immobilien

Quelle: www.interhyp.de

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