Experten halten 2018 mittel- bis langfristig etwas höhere Zinskonditionen für wahrscheinlich

In unregelmäßigen Abständen veröffentlichen wir hier den Interhyp-Zinsbericht von den Entwicklungen auf den Zins- und Baugeldmärkten

HypothekenzinseZinskommentar, Baugeldbarometer, praesentiert von VERDE Immobilien

Befragte Experten erwarten 2018 einen leichten Anstieg der Zinsen. Die amerikanische Notenbank FED hat wie erwartet im Dezember den Leitzins erhöht.

 

Pforzheim, 9. Januar 2018

Nachdem das Jahr 2017 trotz anziehender Konjunktur in Europa, Zinsschritten in den USA und der Ankündigung einer strafferen Geldpolitik in der Euro-Zone geprägt war von einem niedrigen Renditeniveau, blicken die Marktteilnehmer gespannt auf 2018. Wird der Wirtschaftsaufschwung anhalten? Nähert sich die Inflation in der Eurozone weiter der Zielmarke von knapp unter zwei Prozent? Gelingt auch Ländern wie Spanien, Italien oder Griechenland eine weitere Abkehr aus der Arbeitslosigkeit? Kann Deutschland seine Position als Konjunkturlokomotive verteidigen? Oder könnten Kursverluste an den Aktienmärkten die positive Stimmung eintrüben? Welche politischen Gefahren drohen?

Der deutschen Wirtschaft jedenfalls prophezeit das Ifo-Institut in seiner jüngsten Einschätzung für 2018 das stärkste Wachstum seit 2011. Die Münchner Experten haben die Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 2,0 auf 2,6 Prozent deutlich angehoben und gehen von einem anhaltenden Aufschwung aus. Auch in Europa stehen die Zeichen auf Wachstum. Die europäischen Industrieunternehmen etwa haben ihre Produktion laut Statistikamt Eurostat zuletzt leicht ausgeweitet. Die Arbeitslosenquote in Europa ist zuletzt auf 8,8 Prozent gesunken. In den USA läuft es laut Konjunkturdaten ebenfalls gut. Die Wirtschaft brummt, die Arbeitslosigkeit verharrt mit rund 4 Prozent auf dem tiefsten Stand seit Dezember 2000. Trumps Steuerreform und Wachstumsphantasien haben die Börsen im Dezember auf ein neues Rekordhoch getrieben.

Die amerikanische Notenbank Fed hat vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung Mitte Dezember wie erwartet den Leitzins, also den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld, um einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 1,25 bis 1,50 Prozent angehoben. Die US-Währungshüter sehen die amerikanische Wirtschaft im neuen Jahr um 2,5 Prozent wachsen und stellen entsprechend allein für 2018 drei Leitzinserhöhungen in Aussicht.

Im Blick behalten werden Anleger in 2018 neben den Aktien auch die Entwicklung der Devisenmärkte. Der Euro hat gegenüber dem Dollar in 2017 auf rund 1,20 Dollar zugelegt. Ein zu hoher Eurokurs könnte die europäische Exportwirtschaft belasten. Die deutschen Staatsanleihen, ein wichtiger Indikator für die Entwicklung des Baugelds, bleiben vorerst ein sicherer Hafen für Investoren. Die Renditen für zehnjährige Bundesanleihen liegen im Januar bei rund 0,4 Prozent.

 

Expertenrat

Wir raten Immobilienkäufern auch 2018, das niedrige Zinsniveau bei den Immobilienzinsen gut zu nutzen. Durch lange Zinsbindungen lassen sich die Konditionen problemlos und ohne allzu große Preisaufschläge zehn, 15 oder gar 20 Jahre festschreiben. Eine hohe Anfangstilgung von mindestens drei Prozent hilft dabei, die Entschuldung im Blick zu behalten. Auch wenn einige Zeichen in 2018 für eine Verteuerung des Baugelds sprechen, sollten sich Käufer davon nicht unter Druck setzen lassen. Immobilienkredite werden auch bei einem moderaten Konditionsanstieg günstig bleiben. Teurer als ein höherer Zins wäre eine falsch finanzierte Immobilie oder gar ein voreilig gekauftes Objekt.

 

INTERHYP-BAUZINS-TRENDBAROMETER

Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer beruht auf den Aussagen des Expertenpanels*.

Werden die Zinsen steigen, sinken oder gleich bleiben?

Zinsentwicklung kurzfristig (4 Wochen):

Gleichbleibend: 70%, Fallend: 0%, Steigend: 30%

Zinsentwicklung mittel- bis langfristig (6 Monate bis ein Jahr):

Gleichbleibend: 20%, Fallend: 0%, Steigend: 80%

*Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben uns Experten der Allianz, der Commerzbank, der HypoVereinsbank, der ING-DiBa, der Postbank, der MünchenerHyp, der PSD Bank Rhein-Ruhr, der PSD Bank RheinNeckarSaar, der Sparkasse Hannover und der Sparkasse zu Lübeck ihre Einschätzung zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung gegeben. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort fallend, steigend oder gleichbleibend angegeben haben.

 

Kurz und Knapp: Das sagen die Experten

Die meisten Experten erwarten kurzfristig gleichbleibende Zinsen - allerdings gehen einige auch von einem einsetzenden Anstieg aus. Im Jahresverlauf 2018 sieht die Mehrheit leicht steigende Konditionen voraus.

 

Finanzierungsbeispiel:

Was die jüngste Entwicklung konkret bedeutet, zeigt das nachfolgende Finanzierungsbeispiel: Die Zehnjahreskonditionen liegen für ein Darlehen über 100.000 Euro und 60 Prozent Beleihung aktuell vielfach bei: 1,31% gebundener Sollzinssatz / 1,32% effektiver Jahreszins**. Für eine Monatsrate von 1.000 Euro lässt sich mit dem genannten Zinssatz ein Netto-Darlehensbetrag von etwa 362.000 Euro aufnehmen**. Diese Darlehenshöhe gilt bei einer anfänglichen Tilgung von zwei Prozent. Bei drei Prozent Anfangstilgung läge die mit 1.000 Euro zu finanzierende Darlehenshöhe bei gut 278.000 Euro.

 

Quelle: www.interhyp.de

 

 

Tendenz:                                                                                         

kurzfristig: gleichbleibend

mittel- bis langfristig: leicht steigend

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