AKTUELLE PRESSEMITTEILUNGEN


Die eigenen vier Wände sind für viele der Inbegriff von Sicherheit. Der Boom verspricht zudem ansehnliche Wertsteigerungen.

Solide Finanzierung beim Kauf von Immobilien, präsentiert von VERDE Immobilien

Worauf Bauherren und Käufer vor dem Kauf einer Immobilie achten müssen:

Mit Prognosen ist es so eine Sache. Wir befinden uns im 7. Jahr des Immobilienbooms. Und seit mindestens drei Jahren erklären mehr oder weniger berufene Experten: "In diesem Jahr werden die Immobilienpreise nicht mehr so stark steigen wie bisher." Ein Blick auf die Preissammlungen der Gutachterausschüsse oder auf Marktüberblicke wie die des Maklerverbands IVD belehren uns dann eines Besseren.

Die Preise steigen weiter, und zwar meist noch schneller als zuvor. So sollen sich Eigentumswohnungen laut IVD vom Sommer 2016 bis zum diesjährigen um 6,5 Prozent verteuert haben. Wechselte eine Wohnung im Juli 2016 noch für 300.000 Euro den Besitzer, könnte sie nun für knapp 320.000 Euro weiterverkauft werden. Von Mitte 2015 bis Mitte 2016 wurden Eigentumswohnungen hingegen "nur" um knapp sechs Prozent teurer.

Wertsteigerungen wie diese, steigende Mieten und weiterhin vergleichsweise niedrige Zinsen sorgen dafür, dass der eine oder andere bislang zufriedene Mieter beginnt, vom Eigenheim zu träumen. Die Verbraucherzentralen registrieren nach wie vor großes Interesse, wenn es darum geht, zum Thema Baufinanzierung beraten zu werden.

Eine solide Finanzierung ist zwar gut, besser aber ist es, den Wunsch nach einer Immobilie Schritt für Schritt durchzugehen und unter Umständen sogar vom Weg ins Eigenheim abzukommen und Mieter zu bleiben. Diese Erkenntnis mag schmerzlich sein, sie ist aber besser, als dereinst überschuldet zu sein. Auf den folgenden Seiten hat €uro am Sonntag wichtige Schritte auf dem Weg zum Eigenheim zusammengestellt.

Weiter zum ausführlichen Artikel bei "Euro am Sonntag".

Quelle: Euro am Sonntag, 14.09.2017


In Deutschland fehlen eine Million Wohnungen

In Deutschland fehlen eine Million Wohnungen, präsentiert von VERDE Immobilien

Der Wohnungsbau boomt - aber nicht genug, um die Lücke von einer Million Wohnungen zu schließen. Die Immobilienwirtschaft fordert von der Bundesregierung mehr Unterstützung für den Bau bezahlbarer Wohnungen.

 

In Deutschland werden so viele Wohnungen gebaut wie seit der Jahrtausendwende nicht mehr - gebraucht würden aber noch viel mehr. Nach Berechnungen des Bundesverbands der deutschen Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), die der Verband am Mittwoch vorstellte, wurden seit 2009 eine Million Wohnungen zu wenig gebaut. Gründe für den gestiegenen Bedarf waren demnach, dass die deutsche Bevölkerung in dem Zeitraum insbesondere durch Zuwanderung um 2,5 Millionen Menschen wuchs und dass immer mehr Menschen in wenige Ballungsräume zogen. Insgesamt wurden in Deutschland vergangenes Jahr 277.691 Wohnungen fertiggestellt. Jedoch waren nicht alle davon Mietwohnungen. In den Wohnungen der GdW-Unternehmen leben bundesweit rund 13 Millionen Menschen, im vergangenen Jahr stellten sie knapp 20.000 neue Mietwohnungen fertig. Sie bauen rund 80 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland. In diesem Jahr planen sie einen Sprung auf gut 28.000 Fertigstellungen.

Die Wohnungswirtschaft fordert mehr Unterstützung der öffentlichen Hand für bezahlbares Bauen. "Es wird zu wenig und zu teuer gebaut", sagte der Präsident des Branchenverbandes GdW, Axel Gedaschko. "Wir haben in Deutschland eine Situation erreicht, in der der normale Durchschnittsverdiener nicht mehr in der Lage ist, eine Neubauwohnung zu bezahlen."

Das Geld sei aber nicht das größte Problem. Laut Gedaschko hätten die Unternehmen gerne noch mehr in neue Wohnungen investiert, Probleme seien jedoch der Mangel an Bauland, zu langsame Genehmigungsverfahren und kaum Planungskapazitäten bei den Kommunen.

Dem GdW zufolge müssten jährlich 400.000 Wohnungen gebaut werden. Die Bundesregierung plädiert bis 2020 für den Bau von rund 350.000 neuen Wohnungen im Jahr. Dies bekräftigte sie in ihrem aktuellen Bericht über die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Darin heißt es auch, Bund, Länder und Kommunen seien aufgefordert, mehr Bauland günstig zur Verfügung zu stellen.

Quelle: Spiegel.de, 05.07.2017


Die Zahl der Baugenehmigungen gehen in Deutschland stark zurück

Baugenehmigungen in Deutschland gehen stark zurück, präsentiert von VERDE Immobilien

Im ersten Quartal wurden deutlich weniger Bauvorhaben genehmigt. Besonders stark ist der Rückgang bei Einfamilienhäusern.

Dämpfer für den deutschen Bauboom: Die Zahl der Genehmigungen für den Bau neuer Wohnungen schrumpfte von Januar bis April um neun Prozent auf insgesamt 106.500, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Je nach Wohnungstyp verlief die Entwicklung sehr unterschiedlich. "Gegen den Trend gestiegen sind die Genehmigungen von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern", erklärten die Statistiker. Hier gab es eine Zunahme um 2,5 Prozent. Damit wurden in diesem Bereich mit 51.100 Baugenehmigungen der höchste Wert in den ersten vier Monaten seit 19 Jahren ermittelt.

Bei Ein- und Zweifamilienhäusern gab es mit 15,7 und 6,5 Prozent dagegen deutliche Rückgänge. Ebenso bei Wohnungen, die durch Um- und Ausbaumaßnahmen an bestehenden Gebäuden entstehen sollen, etwa das Aufstocken mit Dachgeschosswohnungen: Hier gab es einen Einbruch von 28,6 Prozent. Bei Wohnheimen - wozu unter anderem Flüchtlingsunterkünfte zählen - gab es ein Minus von 16,8 Prozent.

Die Baubranche profitiert seit Längerem von niedrigen Zinsen. Dadurch leisteten sich in den vergangenen Jahren immer mehr private Bauherren die eigenen vier Wände, während Investoren mangels attraktiver Anlagealternativen viel Geld in Immobilien stecken. Auch der Zuzug von Flüchtlingen und in Ballungsräume treibt die Nachfrage nach Wohnungen nach oben. Bislang erwarten Experten in diesem Jahr 310.000 bis 320.000 neue Wohnungen. Der von der Bundesregierung geschätzte jährliche Bedarf von 350.000 Wohnungen würde damit aber verfehlt.

Quelle: Spiegel.de, 19.06.2017


Feri-Experten beruhigen Immobilien-Investoren

Terrassenwohnung Neubau-Immobilie, Immobilienblase abgesagt, präsentiert von VERDE Immobilien

 

 

 

 

 

Am deutschen Immobilienmarkt gibt es keine Blase

Dies sagen die Analysten von Feri Eurorating Services. Genau deshalb sehen sie die jüngsten regulatorischen Schritte, die für mehr Stabilität sorgen sollen, auch sehr kritisch. In Deutschland deutet trotz steigender Immobilienpreise kaum etwas auf eine Blase am Immobilienmarkt hin. Zu diesem Ergebnis kommen die Experten von Feri Eurorating Services in einer aktuellen Studie. Die Gefahr einer Überhitzung nimmt zwar zu. Sie bleibt allerdings auf regionale "Hot-Spots" begrenzt. "Die jüngsten rechtlichen Maßnahmen wie die Umsetzung der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie sollen die Finanzstabilität in Deutschland gewährleisten. Sie treffen aber nicht das Problem, sondern führen eher dazu, dass der Wohnungsneubau gebremst wird", kritisiert Manfred Binsfeld, Teamleiter Immobilienmarktresearch bei Feri Eurorating Services.

Eine weitere Studie zeigt, dass deutsche institutionelle Investoren ihre Immobilienquote weiter anheben wollen. Fast 80 Prozent von ihnen planen, bis 2019 mehr Immobilien in ihr Portfolio aufzunehmen. Damit liegen sie im Trend: Seit 2010 ist die Immobilienquote institutioneller Anleger von 6,1 auf aktuell 9,4 Prozent gestiegen. "Die Attraktivität von Immobilien dürfte weiterhin Bestand haben. Selbst bei steigenden Anleihenrenditen und schrumpfendem Abstand zu den Immobilienrenditen bleiben Immobilien attraktiv", sagt Wolfgang Kubatzki, Mitglied der Geschäftsleitung von Feri Eurorating Services.

Quelle: Fonds Professionell, 22.11.2016


Expertenrunde zu Immobilien: Es gibt keine Alternative

Die Nullzinspolitik der Notenbanken treibt immer mehr Investoren in Immobilien. Die Nachfrage pusht die Preise und drückt die Renditen. FONDS professionell diskutierte mit hochkarätigen Brancheninsidern über die Aussichten auf den Immobilienmärkten.

Deutschlands größte Immobilienfachmesse, die Expo Real, steht unmittelbar bevor. Sie steht wie in den vergangenen Jahren unter dem Eindruck, dass sich die Immobilienmärkte scheinbar ungebremst auf einem Höhenflug befinden. Die Investoren pumpen gewaltig viel Geld in den Markt, weil sie woanders nicht so viel verdienen können, ohne höhere Risiken eingehen zu müssen. Die enorme Nachfrage hat drei naheliegende Konsequenzen: weil die Käufer die Märkte leerfegen, gibt es nur noch ein begrenztes Angebot. Dadurch ist ein "Verkäufermarkt" entstanden, in dem die Immobilienpreise – insbesondere in Bieterverfahren – in Schwindel erregende Höhen hinauf schießen. Und demzufolgen sind die Renditen zuletzt konstant nach unten gegangen. Am Verhalten der Investoren ändert das wenig. Sie wollen mangels attraktiver Alternativen weiterhin in Immobilien investieren. Allerdings sind die Anleger etwas beweglicher geworden. Mittlerweile gehen sie in die B- und C-Städte und kaufen dort alles auf, was zu haben ist. So steigen auch in diesen Lagen die Preise. Außerdem interessieren sich die Käufer zunehmend für Nischenmärkte, berichten die Experten auf dem FONDS professionell-Roundtable in Köln. Deshalb stehen inzwischen auch frühere Randthemen im Zentrum des Geschehens. Bei Hotels, Mikroappartments, Studentisches Wohnen und Pflegeimmobilien wollen mittlerweile viele mitmischen. Natürlich drehen sich die Diskussionen in Fachkreisen immer häufiger auch um die Zukunft. Sind die Preissteigerungen nachhaltig? Erzeugt das immense Investitionsvolumen, das Jahr für Jahr in die Märkte fließt, eine Preisblase? Und werden die Preise eines Tages wieder zurückkommen? Darüber sprach FONDS professionell mit neun Branchenteilnehmern aus Deutschland und Österreich. In einem Punkt waren sie sich einig: Die Nachfrage der Investoren wird so schnell nicht nachlassen und die Preise sind nicht absturzgefährdet, jedenfalls so lange, wie EZB-Chef Mario Draghi nicht an der Zinsschraube dreht. Quelle: Fondsprofesionell.de, 03.10.2016


Steuerliche Förderung des Mietwohnungs-Neubaus vorerst auf Eis gelegt

SPD verhindert Abschluss des Vorhabens in dieser Sitzungswoche. Die Gespräche innerhalb der Koalition über den Gesetzentwurf zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsbaus haben keine Einigung gebracht. Hierzu erklären die finanzpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Antje Tillmann sowie der zuständige Berichterstatter Olav Gutting:

"Unser Koalitionspartner sieht weiteren internen Klärungsbedarf zum Vorhaben einer steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus. Ein Abschluss des Gesetzgebungsvorhabens ist damit in dieser Sitzungswoche nicht mehr möglich. Gegen Wohnungsmangel hilft im Ergebnis nur zusätzliches Bauen. Hier hätte die steuerliche Förderung weitere Impulse durch Aktivierung privater Investoren auslösen können. Dieser Impuls bleibt für 2016 jetzt aus. Private Investoren erhalten keine steuerliche Planungssicherheit für ihre Investi­tionen. Die steuerliche Förderung hätte zu zusätzlichem Wohnraum führen können. Die mögliche Entlastung im unteren und mittleren Mietpreisbereich bleibt jetzt aus. Die vom Koalitionspartner geforderte Ausrichtung der steuerlichen Förderung auf den sozialen Wohnungsbau ist nicht notwendig. Es gibt bereits viele andere Förderprogramme, die dieses Segment des Mietwohnungsbaus ansprechen. Die KfW hat zum Beispiel Programme für den sozialen Wohnungsbau, die Familienförderung und Förderprogramme für den kommunalen Wohnungsbau aufgelegt. Auch wir hätten uns Verbesserungen vorstellen können wie die Förderung der Selbstnutzung und eine Familienkomponente. All diese Verbesserungen waren mit unserem Koalitionspartner aber nicht zu machen." Quelle: IVD.net, 14.07.16


Mietpreisbremse - Auswirkungen in Pforzheim

Was bewirkt die Mietpreisbremse? Ab Juni soll in angespannten Wohnungsmärkten die Mietpreisbremse gelten. Doch die Länder lassen es langsam angehen. Was bringt das Ganze überhaupt? Sieben Fragen und Antworten.

Warum können die Mieten gedeckelt werden? In vielen großen Städten werden Mietwohnungen immer teurer. Laut Justizministerium lagen neu geforderte Mieten in Hamburg und München im vergangenen Jahr um 25 Prozent über bestehenden Mieten, in Münster um 30 Prozent. Einkommensschwache und Familien können sich Umziehen dann kaum leisten. In kleinen Gemeinden ist die Lage dagegen relativ entspannt. Deswegen soll die Mietpreisbremse auch nicht überall greifen.

Wie genau funktioniert sie? Wird eine Wohnung frei, darf der Eigentümer sie nicht mehr beliebig teurer machen. Die neue Miete darf maximal zehn Prozent über dem ortsüblichen Niveau liegen. Das ist zum Beispiel im Mietspiegel nachzulesen. Kostet eine Wohnung bisher 5,50 Euro pro Quadratmeter und die ortsübliche Vergleichsmiete liegt bei 6,00 Euro, darf der Vermieter bis auf 6,60 Euro raufgehen - auch wenn er in dem Viertel eigentlich mehr rausholen könnte.

Wo kommt die Mietpreisbremse - und wann? Berlin ist das einzige Bundesland, in dem sie definitiv zum 1. Juni startet. In anderen Ländern dauert es noch. Als erstes wird wohl Nordrhein-Westfalen nachziehen - wahrscheinlich im Frühsommer. Viele Landesregierungen prüfen noch, in welchen Städten der Wohnungsmarkt besonders angespannt ist. Termine für die Begrenzung haben sie noch nicht genannt. Manche peilen den Sommer an, in Niedersachsen zum Beispiel wird es dieses Jahr wohl nichts mehr. Andere Bundesländer wollen überhaupt keine Gebiete mit Mietpreisbremse ausweisen. Sachsen-Anhalt und das Saarland schätzen ihre Wohnungsmärkte nicht als so eng ein. In Sachsen-Anhalt steht bei großen Wohnungsunternehmen sogar fast jede achte Wohnung leer.

Gibt es Ausnahmen, wenn die Mietpreisbremse gilt? Die Bundesregierung will den dringend nötigen Neubau nicht abwürgen. Die Mietpreisbremse gilt daher nicht, wenn ab dem 1. Oktober 2014 gebaute Wohnungen erstmals vermietet werden. Genauso nach großen Modernisierungen. Die Miete muss außerdem nie gesenkt werden. Hat der Vormieter überdurchschnittlich viel gezahlt, darf das weiter verlangt werden.

Wie kräftig ist die Wirkung? Das kann sich erst in der Praxis zeigen. „Den Wohnungsmarkt revolutionieren wird die Mietpreisbremse nicht“, meint Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten. Dafür gebe es zu viele Ausnahmen. Extreme Mietsteigerungen würden aber verhindert - und das sei wichtig. Der Bundesverband der Wohnungswirtschaft (GdW) geht davon aus, dass sich am Grundproblem der Wohnungsknappheit nichts ändert.

Kann die Preisbremse negative Nebenwirkungen haben? GdW-Präsident Axel Gedaschko warnt davor, dass der Wohnungsmarkt noch knapper werden könnte - dann nämlich, wenn Vermieter ihre Wohnungen verkaufen, weil sich das Vermieten nicht mehr lohnt. Der Eigentümerverein Haus und Grund erwartet, dass in Mietshäusern bald weniger modernisiert und repariert wird.

Welche Probleme macht das Gerichtsurteil gegen den Berliner Mietspiegel? Mietspiegel sollen vielerorts zur Grundlage für die Mietpreisbremse werden, weil sie die ortsübliche Vergleichsmiete ausweisen. Nun hat ein Gericht den alten Berliner Mietspiegel für ungültig erklärt. Auch gegen den neuen erwartet die Landesregierung Klagen - ist sich aber sicher, dass er nicht zu beanstanden ist. Trotzdem, davon geht auch Haus und Grund aus, dürfte es Rechtsstreitigkeiten zwischen Mietern und Vermietern darüber geben, wie die Vergleichsmiete ermittelt wird. Quelle: Wirtschaftswoche, 26.05.2015


Steigende Preise, aber keine Blase

Die Bundesbank mahnt Käufer von Häusern und Wohnungen zur Vorsicht: Um bis zu 25 Prozent seien Immobilien in Großstädten derzeit überbewertet. Auch in Pforzheim haben die Preise kräftig angezogen: Der Gutachterausschuss der Stadt hat für 2013 ein Plus von vier Prozent für den Quadratmeterpreis bei Ein- und Zweifamilienhäusern berechnet. Bei Mehrfamilienhäusern und Reihenendhäusern gab es laut Ausschussvorsitzendem Joachim Stamm sogar einen durchschnittlichen Preisanstieg von acht und neun Prozent im Vergleich zu 2012. Die Zahl der Käufe ging indes im Vergleich zum Vorjahr – dem Immobilien-Rekordjahr 2012 – um fünf Prozent zurück.

Der Markt sei vielfach leer gefegt, sagt Jürgen Wenz, Bereichsleiter Immobilien bei der Volksbank Wilferdingen Keltern. Der Grund sei „hausgemacht“, denn in Pforzheim und dem Enzkreis sei einfach zu wenig Bauland ausgewiesen. Das eigentliche Problem sei die mangelnde Verfügbarkeit von bebaubaren Grundstücken gerade für Bauträger, bestätigt Karlheinz Frey, Leiter der Immobilien-Abteilung der Sparkasse Pforzheim Calw. Das führe tendenziell zu einer Verknappung des Wohnraums in der Region. „Es gibt auch in Pforzheim noch einige Baulücken, aber die Grundstücke werden von den Eigentümern nicht verkauft“, so Frey. Michael Rossbach, Abteilungsleiter des Immobilienfinanz-Zentrums der Volksbank Pforzheim, bescheinigt der Region dennoch eine gute Auswahl zu vernünftigen Preisen. Die Region profitiere von der strategisch günstigen Lage zwischen Karlsruhe und Stuttgart. „Hier lässt es sich gut leben.“ Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis – und die Nachfrage ist ungebrochen, bestätigt Frey. Die historisch niedrigen Zinsen treiben den Wert von Sachwerten und damit von Betongold. Die Gefahr einer Immobilienblase sehen die Experten indes noch nicht. Dabei steigen die Preise zu kräftig, bevor sie plötzlich einbrechen. Solche Blasen gelten als ein Auslöser der jüngsten Krisen in den USA oder Spanien. Immobilienexperte Wenz hat neben der Angebotslage ein anderes Problem ausgemacht: der Anstieg der Baukosten durch strengere Energieauflagen im Südwesten. Für Bauträger sei der Wohnungsbau nicht mehr lukrativ, weil deutlich höhere Mieten nicht zu erzielen seien. „Die Neubaukosten laufen davon".Quelle: Pforzheimer Zeitung, 25.11.2014


Wohnraum wird noch teurer

Frankfurt - Der Anstieg der Mietpreise hat sich nach Angaben des Maklerverbands IVD verlangsamt. Die Neuvertragsmieten erhöhten sich 2014 bundesweit um 2,1 Prozent, 2013 lag das Plus noch bei 3,1 Prozent. „Die Jahre des rasanten Mietpreiswachstums sind vorbei“, sagte IVD-Vizepräsident Jürgen Michael Schick bei der Vorstellung der Statistik in Frankfurt. Die von der Bundesregierung geplante Mietpreisbremse sei daher überflüssig. In Stuttgart beschleunigte sich der Anstieg der Neuvertragsmieten allerdings von vier auf fünf Prozent. Die Preise für Wohneigentum schossen regelrecht in die Höhe: Bundesweit stiegen sie um 4,5 Prozent, nach einem Plus von 4,4 Prozent im vergangenen Jahr. Großstädte mit mehr als 500 000 Einwohnern verzeichneten sogar einen Preisanstieg von 9,3 Prozent. Spitzenreiter ist München: Dort kletterte der Quadratmeterpreis für eine Eigentumswohnung mittlerer Qualität um 14 Prozent auf 3600 Euro. Stuttgart liegt mit 2450 Euro auf dem zweiten Platz.

Mieten in Großstädten steigen überdurchschnittlich

In den Metropolen zogen auch die Mieten stärker an als im Bundesdurchschnitt. Mit einem Plus von 3,1 Prozent hat sich die Steigerungsrate gegenüber dem Vorjahr ­allerdings abgeflacht – 2013 waren die ­Mieten in Großstädten ab 500 000 Einwohnern noch um 4,6 Prozent gestiegen. Die Zahlen beziehen sich auf Wohnungen ab dem Baujahr 1949 ohne Neubauten. Noch stärker als in Stuttgart stiegen die Bestandsmieten in Essen mit 7,7 Prozent und in Berlin mit 5,7 Prozent. Mit einer Nettokaltmiete von durchschnittlich 10,50 Euro pro Quadratmeter ist Stuttgart die zweitteuerste Stadt nach München, wo der Quadratmeter im Schnitt zwölf Euro kostet. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr beschränkt sich in München indes auf 0,8 Prozent, was etwa der jährlichen Inflationsrate entspricht. Nach Ansicht des IVD dürfte die Mietpreisbremse in München wegen dieses unterdurchschnittlichen Anstiegs nicht angewandt werden. Allerdings sind überdurchschnittlich starke Mieterhöhungen nur eines von mehreren Kriterien für den Einsatz des umstrittenen Instruments. Ein weiterer Grund kann nach dem Gesetzentwurf für die Mietpreisbremse sein, dass „die durchschnittliche Mietbelastung der Haushalte den bundesweiten Durchschnitt deutlich übersteigt“. Dieses Kriterium erfüllt München: Dort gibt ein Durchschnittshaushalt 24 Prozent des Nettoeinkommens für die Warmmiete aus, bundesweit liegt der Wohnkostenanteil bei 16 Prozent. In Stuttgart sind es 22 Prozent. Mit der Preisbremse sollen Mieterhöhungen bei Neuverträgen auf maximal zehn Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete begrenzt werden. In welchen Gegenden diese auf fünf Jahre befristete Regel angewandt wird, sollen die Bundesländer festlegen. Auf Neubauten soll die Mietpreisbremse grundsätzlich nicht angewandt werden, auch nicht bei umfassenden Modernisierungen. Greifen wird die Preisbremse je nach Region ab Frühjahr 2015.

 

Mietpreisentwicklung Großstädte Top 10, Mietpreisanstieg in Großstädten Deutschlands

In großen Städten steigen die Mieten am stärksten

Der IVD hält für wahrscheinlich, dass einige Vermieter vor diesem Termin noch Erhöhungen durchsetzen. Die Zahlen für 2014 lieferten aber keine Hinweise darauf, dass dies in größerem Ausmaß geschehe, sagte Verbandspräsident Schick. Eine Studie im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion deutet allerdings auf Vorzieheffekte in einigen Städten hin: In Freiburg, Regensburg, Hamburg, Mainz und Jena seien die in Wohnungsanzeigen geforderten Mieten parallel zur Debatte über das neue Gesetz auffällig stark gestiegen, heißt es in der am Montag vorgelegten Untersuchung. Auch andernorts würden Mieter viel Geld sparen, wenn die Preisbremse bereits in Kraft wäre. Für Hamburg etwa ergäbe sich dadurch eine Deckelung der Quadratmeterpreise für Neuvermietungen auf rund 8,30 Euro, von Vermietern gefordert wurden zuletzt im Schnitt 10,50 Euro. Der IVD wies indes darauf hin, dass Miet- wie auch Kaufpreise für Wohnungen in den vergangenen 20 Jahren weniger stark gestiegen seien als die Nettoeinkommen der Haushalte. Bundesweit ging der Anteil der Warmmieten am durchschnittlichen Nettohaushaltseinkommen von 19 auf 16 Prozent zurück, in teuren Großstädten wie München oder Stuttgart immerhin noch um ein bis zwei Prozentpunkte. Der Kauf einer Wohnung in Stuttgart kostet heute knapp das Vierfache des jährlichen Nettohaushaltseinkommens. 1995 hätte ein Durchschnittshaushalt noch fast fünf Netto-Jahreseinkommen für eine Wohnung aufbringen müssen. Der IVD rechnet allerdings damit, dass die Immobilienpreise in Ballungsräumen weiter steigen: „In den Metropolen wird es möglicherweise noch zweistellige Zuwachsraten geben.“

Quelle: Quelle: Stuttgarter Zeitung, 13.11.2014


Bundesbank gibt Entwarnung bei Immobilien

Wohnungen in Berlin, Hamburg, München oder Köln werden immer teurer. Der Aufwärtstrend der Mieten hat auch 2013 angehalten. Eine Immobilien-Blase fürchtet die Bundesbank dennoch nicht. Obwohl Wohnungen in vielen deutschen Städten immer teurer werden, besteht nach Einschätzung der Bundesbank keine Blase am Immobilienmarkt. Von den Preisen gingen keine größeren Risiken für die Volkswirtschaft aus, schreibt die Bundesbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht. Zwar habe sich der jahrelange kräftige Aufwärtstrend bei den Immobilienpreisen 2013 unverändert fortgesetzt. Es gebe jedoch weiterhin nicht genügend Wohnungen, um die ungebrochen hohe Nachfrage vor allem in den Ballungsräumen zu decken.

2013 verteuerten sich nach Berechnungen der Bundesbank Wohnimmobilien in 125 Städten um durchschnittlich 6,25 Prozent. Den größten Preisanstieg gab es bei Eigentumswohnungen in Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf, die dort im Schnitt um neun Prozent teurer wurden. Seit Beginn des Preisauftriebs 2010 haben sich städtische Wohnimmobilien um fast ein Fünftel verteuert. Die Bundesbank schätzt, dass 2013 deutlich mehr als 177.000 neue Wohneinheiten fertig gestellt wurden. Um den zusätzlichen Bedarf an Wohnraum zu decken, seien aber rund 260.000 neue Einheiten pro Jahr erforderlich.

Wichtigster Grund für die hohe Immobiliennachfrage ist das extrem niedrige Zinsniveau. Der durchschnittliche Zins für Wohnungsbaukredite sank 2013 auf 2,75 Prozent - der Leitzins der EZB auf das Rekordtief von 0,25 Prozent. Wegen der immer geringeren Finanzierungskosten sind Immobilien für immer mehr Käufer erschwinglich geworden. Im vergangenen Jahr vergaben die Banken 2,25 Prozent mehr Wohnbaukredite an private Haushalte. Aus Sicht der Bundesbank ist diese Steigerung noch moderat.

Zu ähnlichen Ergebnissen kam der Verband deutscher Pfandbriefbanken (VDP) bei seinen ebenfalls am Montag veröffentlichen Daten. Demnach hätten die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland 2013 den höchsten Zuwachs seit mindestens zehn Jahren verbucht. Die Wohnimmobilienpreise stiegen nach Angaben des VDP im Jahresdurchschnitt um vier Prozent, während die Büroimmobilienpreise um 5,9 Prozent anzogen. Dabei kletterten die Preise für selbst genutztes Wohneigentum um 3,2 Prozent. Bei Mehrfamilienhäusern betrug das Plus 4,7 Prozent. Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des VDP, verwies auf die „günstigen Finanzierungsbedingungen” und die „stabilen Einkommensperspektiven der Privathaushalte.“

Den Anstieg der Büroimmobilienpreise führte er auf die geringe Neubautätigkeit und die anhaltend hohe Nachfrage in- und ausländischer Investoren zurück. „Für die Büroflächennachfrage ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt entscheidend. Sie war auch 2013 vergleichsweise gut“, merkte Tolckmitt an. Quelle: Handelsblatt, 17.02.2014


Immobilienmarkt als Stabilitätsfaktor der Wirtschaft

Die Immobilienbranche macht mehr Umsatz als der Fahrzeugbau und erbringt fast ein Fünftel der gesamtwirtschaftlichen Leistung Deutschlands. Die Bruttowertschöpfung 2011 betrug 434 Milliarden Euro. Die Immobilienbranche in Deutschland macht mehr Umsatz als der Fahrzeugbau oder der Einzelhandel. So zeichnete die Branche, inklusive Bauwirtschaft, Immobilienfinanzierung sowie Architekten und Planern, im Jahr 2011 für eine Bruttowertschöpfung von 434 Milliarden Euro verantwortlich. Das sind 19 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Leistung der Bundesrepublik. Das geht aus dem in Berlin vorgestellten Gutachten "Wirtschaftsfaktor Immobilien 2013" hervor. In der engeren Abgrenzung, die unternehmerisch tätige Vermieter, Vermittler, Verwalter, Makler wie auch Immobilienhändler sowie Privatvermieter und Selbstnutzer einbezieht, liegt die Bruttowertschöpfung bei 264 Milliarden Euro. Die Branche wächst seit 2008 um durchschnittlich zwei Prozent pro Jahr und hat damit entscheidend zur schnellen Erholung nach dem Konjunktureinbruch beigetragen. Die hohe Stabilität wird mit der soliden Finanzierung begründet. Eine enorme Herausforderung für die Branche sei der Bevölkerungsrückgang in bestimmten Regionen, urteilen die Gutachter. Zudem reagiere sie sensibel auf politische Entscheidungen, wie etwa eine Mietendeckelung, die zu unerwünschten Effekten am Wohnungsmarkt führen können.

Immobilien sind zehn Billionen Euro wert

Das in Gebäuden und bebauten Grundstücken gebundene Nettoanlagevermögen hat sich zwischen 2006 und 2011 von neun auf 10,1 Billionen Euro erhöht und trägt damit maßgeblich zum wachsenden Vermögen in Deutschland bei, stellt das Gutachten fest. Im Jahr 2011 lag der Umsatz der 286.000 Unternehmen mit insgesamt 435.000 Erwerbstätigen bei 152 Milliarden Euro. Hinzu kommen 47 Milliarden Euro Umsatz durch private Kleinvermieter. Nach 15-jähriger Stagnation steigen seit vier Jahren die Preise und Mieten für Wohnungen vor allem in Metropolen sowie gefragten Groß- und Mittelstädten deutlich an. Dem deutschen Wohnungs- und Häusermarkt droht nach Ansicht der Experten keine Überhitzung. "Wir erkennen keine Immobilienblase, keine flächendeckende Blase", sagte Gutachter Tobias Just. Er räumte zwar ein, dass in Großstädten wie Berlin, Frankfurt und Hamburg die Preise zum Teil deutlich angezogen sind. Darüber hinaus hatte auch die Bundesbank von überzogenen Preisen berichtet und Käufer vor möglichen Korrekturen gewarnt. "Das ist eine Reaktion auf Marktknappheiten, das ist keine spekulative Übertreibung", sagte dagegen Immobilienexperte Just von der Universität Regensburg. Denn die gestiegenen Preise spiegelten die Fundamentaldaten wie niedrige Zinsen und steigende Einkommen wider.

Weniger Preisschwankungen in Deutschland

Die Forscher, darunter auch das arbeitgebernahe Institut aus Köln (IW), kommen zu dem Schluss, dass der hiesige Immobilienmarkt deutlich stabiler ist als in anderen Ländern. Es habe über die vergangenen 20 Jahre viel weniger Preisschwankungen gegeben. Grund sei ein funktionierender Mietmarkt und eine solidere Immobilienfinanzierung. Viele deutsche Wohnungs- und Hauskäufer haben mehr Eigenkapital als ihre Pendants in Spanien, Irland und den USA. Dort hatten sich viele Bürger – auch aus einem mangelnden Angebot auf dem Mietmarkt – mit Käufen übernommen. Die Folge: Als die Immobilienmärkte zusammenbrachen, waren viele Menschen überschuldet, die Banken gerieten in Schieflage und die Länder rutschen in tiefe Rezessionen. Trotz eines anhaltend niedrigen Zinsniveaus lässt sich kein Trend zu einer riskanteren Finanzierung von Immobilien erkennen, stellt Michael Voigtländer, vom IW fest. Die Kreditgestaltung zeichne sich durch lange Zinsbindungen, eine konservative Wertermittlung sowie eine hohe Eigenkapitalquote aus. Quelle: DieWELT vom 22.10.2013


Hausverkäufer stehen vor Hausaufgaben

Nicht nur Preis und Lage müssen stimmen – auch für den guten Eindruck kann man etwas tun. Die Immobilienpreise steigen. Dank der niedrigen Zinsen und der seit der Finanzkrise schwelenden Angst vor Alternativen stecken viele Verbraucher ihr Geld in Wohneigentum. Immobilienverkäufer können davon profitieren. Wer allerdings der Meinung ist, dank der hohen Nachfrage auch hohe Preise verlangen zu können, irrt. Denn das Interesse an Immobilien ist nicht überall gleich hoch. Die Lage ist entscheidend. In Ballungsgebieten und Großstädten steigt die Nachfrage, in ländlichen Regionen stagniert sie. Worauf Verkäufer achten sollten:

Der Wert

Bevor der Käufer seine Immobilie am Markt anbietet, muss er wissen, was sie wert ist. Eine grobe Einschätzung bekommt er, wenn er sich in den entsprechenden Internetportalen oder Zeitungen umsieht und die dort angebotenen Immobilien mit seiner vergleicht. „Ideal ist es, wenn der Eigentümer ein Wertgutachten bei einem unabhängigen Sachverständigen in Auftrag gibt“, sagt Eva Reinhold-Postina vom Verband privater Bauherren. Das ist auch für den Käufer eine gute Sache, weil er schwarz auf weiß sehen kann, wie ein Unabhängiger die Immobilie beurteilt. Den wahren Wert seiner Immobilie zu kennen ist auch deshalb wichtig, weil man den Preis später nur schwer korrigieren kann. „Interessenten beobachten den Markt“, erklärt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des Immobilienverbands Deutschland (IVD). „Sie sehen in Preisänderungen einen Makel an der Immobilie und denken sich, dass mit der Immobilie etwas nicht stimmen kann.“ Das Angebot: Die meisten Immobilien werden heute im Internet angeboten. Die Auswahl ist entsprechend groß. Das Haus oder die Wohnung muss also ansprechend präsentiert werden. „Neben den aussagekräftigen und fehlerfreien Beschreibungen zu Zustand, Lage und Preis der Immobilien sind insbesondere professionelle Fotos wichtig“, erklärt Schick. Gute Fotos vermitteln einen ersten Eindruck von der Wohnlage und der Qualität der Immobilie. In dem Exposé stehen idealerweise außer den Fotos auch einige Angaben zur Immobilie. „Neben der genauen Bezeichnung der Immobilie sollte das Exposé Baujahr, die Bauweise und Angaben zur Ausstattung enthalten. Hinzukommen ein Grundrissplan, Informationen zum Grundstück, zu Stellplätzen und auch zur Lage sowie der im Umfeld vorhandenen Infrastruktur vorhanden sein“, sagt Schick. Pflicht sei mittlerweile auch der Nachweis des Energieverbrauchs. Ganz wichtig ist: Mängel nicht verschweigen! „Wer echte und erhebliche Schäden nämlich vorsätzlich verdeckt und bewusst verschweigt, der handelt arglistig“, erklärt Eva Reinhold-Postina. Kommt die Sache später ans Licht, müsse er die Beseitigung der tatsächlichen Schäden bezahlen. Im Extremfall könne der Käufer den Kauf sogar rückabwickeln.

Der Makler

Er ist der Verkaufsprofi. Er kennt den Markt, kann Preise einschätzen und hat Zugang zu Kaufinteressenten. Allerdings kostet er Geld. Je nach Bundesland verlangen Makler für die Vermittlung der Immobilie zwischen 5,95 und 7,14 Prozent. In manchen Bundesländern teilen sich der Käufer und Verkäufer die Kosten. In Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg und Hessen bezahlt ausschließlich der Käufer die Provision für den Makler. „Ob man einen Makler braucht oder nicht, hängt von der persönlichen Situation ab“, sagt Heike Nicodemus von der Stiftung Warentest. Wer zum Beispiel schnell verkaufen müsse, komme durch einen Makler besser an potenzielle Käufer. Auch beim Immobilienverkauf in ländlichen Gebieten kann ein Makler den Interessentenkreis durch seine Verbindungen vergrößern. Und es gibt noch einen weiteren Vorteil: „Der Makler filtert die Käufer schon mal vor, so muss der Verkäufer nicht jeden Interessenten durch seine eigene vier Wände führen“, sagt Nicodemus. … Quelle: Der Tagesspiegel, 22.06.2013


Die Mietpreisbremse ist schädlich

Die Wohnungsknappheit beschert den Parteien ein neues Wahlkampfthema - die Mietpreisbremse. Doch eine Studie zeigt: Die angedachte Deckelung der Mieten könnte andere Ergebnisse haben als gewünscht. Die Kölner Mieter bekommen es besonders zu spüren, denn die Mieten steigen und steigen. Die einen stöhnen über die zu hohen Mieten, die anderen fürchten die Regulierung des Marktes: Seit Wochen polarisiert das Thema Metropolen-Mietpreise. Und so haben es die vergoldeten Quadratmeter in den Städten als wiederentdecktes Thema in die Wahlprogramme aller Parteien geschafft.

Eine aktuelle Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) vergleicht die politischen Standpunkte in den Wahlprogrammen von Union, SPD, Grüne und FDP und kommt zu dem Ergebnis: Zwar wollen alle Parteien die hohen Belastungen senken, doch einige Vorschläge der Parteien bewirken das Gegenteil: allen voran die Mietpreisdeckelung. Gerade aber die hat die Union als Thema für sich neu entdeckt - und es sozusagen von der SPD geklaut, die damit schon seit einigen Wochen Wahlkampf macht.

Doch was bringt die Mietpreisbremse? Das Urteil des IW ist klar: „Die Mietpreisbremse ist schädlich“, sagt Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Immobilienökonomik des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) Handelsblatt Online. Schlimmer noch: Sie würde die Situation am Markt nur verschärfen.

Der Markt zeige: Der Bedarf an Mietwohnungen sei da, sagt Experte Voigtländer. Die Knappheit treibe die Preise in die Höhe. Falls nun eine Mietpreisbremse in Kraft treten würde, wären die Anreize für Investoren, neue Wohnungen zu bauen, noch geringer, sagt der Ökonom. Die Folge: Wohnungen würden immer knapper und immer teurer. „Die Mietpreisbremse richtet sich gegen sich selber.“ Das würden internationale Vergleiche mit Spanien und den USA zeigen.

Der Schlüssel liegt für Voigtländer in der Baufläche am Rande der Kommunen, die attraktiver werden müsse, indem der Bund dafür sorge, dass die richtige Infrastruktur geschaffen werde, um den Stadtrand zu integrieren. Außerdem müssten soziale Härten abgefedert werden. „Das richtige Mittel dafür ist das Wohngeld“, sagt Ökonom Voigtlaender.

Doch was wollen Union, SPD, FDP und Grüne genau in Sachen Immobilien? Wo unterscheiden sich die Ansätze im Wahlprogramm? Handelsblatt Online listet die (bisherigen) Vorstellungen der Parteien auf Basis der IW-Studie auf.

Das will die Union:

-Regulierung der Mieten: Die Union ist für eine Mietpreisbildung bei Neuvertragsmieten.

-Wohngeld und Grundsicherung: Bisher soll es keine Wiedereinführung des Heizkostenzuschuss beim Wohngeld geben.

-Sozialer Wohnungsbau: CDU und CSU wollen die soziale Wohnraumförderung nicht Aufstocken. Stattdessen ist im Wahlprogramm von einem Mix aus freien und geförderten Wohneinheiten die Rede. Wenn überhaupt, dann sieht die Union laut Studie nur in einigen Städten den Bedarf für geförderte Wohnungen.

Klimapolitik: Bisher will die Union energetische Sanierungsmaßnahmen steuerlich fördern.

Maklergebühren: In Sachen Wohnvermittlungsgesetz soll alles beim Alten bleiben.

Vermögenssteuer: Die Union lehnt die Vermögenssteuer ab.

Das Wahlprogramm der CDU wurde bisher noch nicht verabschiedet. Deshalb beruft sich die Studie des IW unter anderem auf Aussagen der Politiker.

Das will die SPD:

-Regulierung der Mieten: Die SPD will die Mietpreisspirale bremsen und die Mieter vor überteuerten Mieten schützen - und zwar mit einer Mietpreisbremse. Die Sozialdemokraten fordern in ihrem Wahlprogramm die Bindung neu abgeschlossener Mietverträge an ortsüblichen Mieten.

-Wohngeld und Grundsicherung: Die Heizkostenpauschale beim Wohngeld soll wieder eingeführt werden.

-Sozialer Wohnungsbau: Die Sozialdemokraten wollen den sozialen Wohnungsbau mehr fördern – der Bund soll die Kommunen dabei stärker unterstützen, beispielsweise durch den Investitionspakt von Bund und Ländern. 

-Klimapolitik: Das KfW-Programm zur energetischen Gebäudesanierung will die SPD erhöhen – um welchen Anteil ist unklar. Außerdem will die Partei die Förderung an tatsächlich eingesparte Energie koppeln.

-Maklergebühren: Die SPD will, dass die Vermieter die Kosten für den Makler übernehmen.

-Vermögenssteuer: Die Sozialdemokraten sind für die Wiederauflage einer reformierten Vermögenssteuer: Es soll einen einheitlichen Steuersatz von ein Prozent und einem Freibetrag in Höhe von zwei Millionen Euro geben.

Das will die FDP:

-Regulierung der Mieten: Die FDP will die Mieten nicht regulieren, sondern setzt vor allem auf den Neubau von Wohnungen und auf die Schaffung neuer Rahmenbedingungen.

-Wohngeld und Grundsicherung: Das liberale Bürgergeld will die FDP schaffen. Dort sollen Arbeitslosengeld, Wohn-, Kinder- und Sozialgeld zusammengefasst werden.

- Sozialer Wohnungsbau: Die Länder sollen die Bundeszuweisungen des sozialen Wohnungsbaus zweckbinden, damit bisher nicht genutzte Mittel eingesetzt werden können.

 -Klimapolitik: Die FDP will die Standards für Neubauten nur sehr langsam in den nächsten Jahren anheben. „Hier wollen wir die Energieeinsparverordnung immer auf einem technisch ambitionierten Stand halten. Dabei soll die Grundlage stets die energetische Gesamteffizienz von Gebäude und Heizungssystemen sein, nicht das willkürliche Verbot bestimmter Technologien“, heißt es im Wahlprogramm.

-Maklergebühren: Die FDP will das Wohnvermittlungsgesetz nicht reformieren.

-Vermögenssteuer: Mit der FDP gibt es keine Vermögenssteuer.

Das wollen die Grünen:

-Regulierung der Mieten: Die Partei will die Möglichkeit schaffen, Mietobergrenzen und Obergrenzen für Mietsteigerungen bei Neuvermietungen einzuführen.

-Wohngeld und Grundsicherung: Die Grünen wollen die Heizkosten in den Griff kriegen und schaffen den Begriff Klimawohngeld, mit dem soziale Härten verhindert werden sollen. Außerdem planen die Grünen zusätzliche Mittel in Höhe von einer Milliarde Euro für die Mietkosten in der Grundsicherung.

-Sozialer Wohnungsbau: Der soziale Wohnungsbau soll mit einer Reform der Grundsteuer wiederbelebt werden.

-Klimapolitik: Die Grünen wollen die Mieterhöhungen im Zuge von Modernisierungen von elf auf maximal neun Prozent der Kosten senken. Sie wollen das KfW-Programm zur energetischen Gebäudesanierung auf zwei Milliarden Euro pro Jahr erhöhen.

-Maklergebühren: Die Grünen wollen die Vermieter bei den Maklergebühren einspannen.

-Vermögenssteuer: Mit den Grünen wird es eine Vermögenssteuer geben. Sie wollen eine Kombination aus einer auf zehn Jahre befristete Vermögensabgabe (in Höhe von 1,5 Prozent pro Jahr für Millionäre), die dann in eine Vermögenssteuer überführt werden soll.

Quelle: Handelsblatt, 05.06.2013